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Vom Wert der Natur

Sinn und Unsinn einer Neuen Ökonomie der Natur

Barbara Unmüßig

Berlin, Februar 2014

Die grüne politische Stiftung

Heinrich-Böll-Stiftung www.boell.de

Vom Wert der Natur – Sinn und Unsinn einer Neuen Ökonomie der Natur

Autorin

Barbara Unmüßig

Barbara Unmüßig ist seit 2002 Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung. Sie verantwortet die internationale Arbeit der Stiftung in Lateinamerika, Afrika, Asien, dem Nahen und Mittleren Osten und die des Gunda-Werner-Instituts für Feminismus und Geschlechterdemokratie. Die thematischen Schwerpunkte der Stiftung wie Globalisierung, Menschen- und Frauenrechte, Geschlechterpolitik, internationale Klima-, Agrar- und Ressourcenpolitik sowie Demokratieförderung und Krisenprävention werden von ihr strategisch verantwortet.

2000 gründete sie das Deutsche Institut für Menschenrechte (DIMR) mit, ist seit 2001 Mitglied seines Kuratoriums und seit 2009 stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende. Sie ist außerdem Vorsitzende der Jury des Anne-Klein-Frauenpreises.

Barbara Unmüßig hat zahlreiche Zeitschriften- und Buchbeiträge veröffentlicht, u.a. zu Fragen der Global Governance, der internationalen Umweltpolitik und der Geschlechterpolitik veröffentlicht.

Februar 2014, Heinrich-Böll-Stiftung -2Vom Wert der Natur – Sinn und Unsinn einer Neuen Ökonomie der Natur Vom Wert der Natur Sinn und Unsinn einer Neuen Ökonomie der Natur Grüne Ökonomie ist die neue Hoffnung. Sie soll eine Antwort auf die großen ökologischen Krisen sein. Mit ihr gewinnt auch eine neue ökonomische Sichtweise auf die Natur und ihre „Dienstleistungen“ an Fahrt. Die ökonomische Nutzung der Natur und der natürlichen Ressourcen ist Teil des Mensch-Naturverhältnisses und damit an sich nicht neu, auch wenn sich dieses stets ändert und sich in ganz verschiedenen Markt- und Gesellschaftssystemen niederschlägt. Was neu an der Neuen Ökonomie der Natur ist, ist, dass wir ihr nicht nur etwas entnehmen und das Entnommene zu einem Produkt oder Gut verwandeln. Vielmehr sollen nun Leistungen der Natur, wie etwa die Wasserfilterung durch das Moor oder die CO2Speicherkapazitäten eines Waldes zu einer profitablen Quelle werden. Neben dem Wasser, der Luft, der Nahrung und den natürlichen Rohstoffen an sich, die der Mensch braucht, rücken damit nun auch andere, indirekte Ökosystemdienstleistungen in den Fokus.1 Mit diesem ökonomischen Motiv soll die Natur wirkungsvoller geschützt werden als mit klassischer Naturschutzpolitik. Die Arbeitshypothese der Verfechterinnen und Verfechter einer neuen ökonomischen Sichtweise auf die Natur lässt sich auf folgende Kurzformel bringen: Das, was Natur für die Menschen leistet, ist unsichtbar und ökonomisch bisher nicht in Wert gesetzt.

Das ist gleichzeitig der Grund für ihre Zerstörung und Übernutzung. Natur und ihre „Dienstleistungen“ sollen nicht nur wertgeschätzt und volkswirtschaftlich sichtbar werden, sondern einen Geld-Wert bekommen, um sie zu schützen. Das ist das neue Mantra. Zentrale Begriffe in den neuen Konzepten der Grünen Ökonomie sind u. a. Naturkapital und die Bezahlung für Ökosystemdienstleistungen (Payments for Ecosystem Services – PES). Und sie halten Einzug in die Klima- und Naturschutzpolitik sowie in die internationale Entwicklungszusammenarbeit. Der Gedanke wird nicht nur populärer – so zählt die Weltbank zu einer der wichtigen Protagonisten des neuen Konzepts und das Konzept von Naturkapital und PES scheint auch für den Privatsektor attraktiv zu werden –, er ist auch höchst umstritten.

Geht es nun um die Wertschätzung der Natur, darum den Wert der Natur lediglich zu berechnen, Naturkapital sichtbar zu machen und auf diesem Weg politisches Handeln zu 1 Naturkapital Deutschland – TEEB DE definiert Ökosystemdienstleistungen wie folgt: Sie „bezeichnen direkte und indirekte Beiträge von Ökosystemen zum menschlichen Wohlergehen, das heißt Leistungen und Güter, die dem Menschen einen direkten oder indirekten wirtschaftlichen, materiellen, gesundheitlichen oder psychischen Nutzen bringen.“ Siehe: Naturkapital Deutschland – TEEB DE (2012): DER WERT DER NATUR FÜR WIRTSCHAFT UND GESELLSCHAFT – EINE EINFÜHRUNG. MÜNCHEN, ifuplan; Leipzig, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ;

Bonn, Bundesamt für Naturschutz, S. 80.

Februar 2014, Heinrich-Böll-Stiftung -3Vom Wert der Natur – Sinn und Unsinn einer Neuen Ökonomie der Natur befördern? Oder geht es doch ausschließlich um die Einbettung der Natur und ihrer monetarisierbaren Dienstleistungen in unsere kapitalistische Marktlogik. Sind wir bereits auf dem Weg, Natur und ihre Dienstleistungen in Form handelbarer Zertifikate und Derivate in einem Maße zu monetarisieren, dass auch der Natur- und Umweltschutz für die Finanzmärkte kompatibel wird, was viele Kritiker befürchten?2 Wo macht Valuing Nature oder gar PES Sinn? Wo gehen die neuen Ansätze in die falsche Richtung? Was sind die politischen Hintergründe für diese neue Welle der Inwertsetzung von Natur?

Natur- und Biodiversitätsschutz scheitern politisch Der Frust bei Natur- und Ökosystemschützern sitzt tief. Nie war der Verlust biologischer Vielfalt, die Zerstörung der Wälder und Meeresökosysteme, der Böden und des Wassers so massiv wie heute. Und selten wie nie ist Naturschutz unpopulär. Er hat kaum eine politische Lobby. Klassische Naturschutz- und Biodiversitätspolitik – auf nationaler wie internationaler Ebene – stößt leider an ihre Grenzen. Nicht nur die internationale Klimapolitik stagniert. Der Blick auf die UN-Konvention zum Schutz biologischer Vielfalt, die zweite große Konvention des Erdgipfels von Rio de Janeiro 1992, zeigt: Dort wo es politische Vorgaben und multilaterale Verabredungen gibt – wie die 20 Aichi Ziele,3 die 2010 unter dem Dach der Biodiversitätskonvention verabschiedet wurden – werden sie nur schleppend umgesetzt. Das Ziel des siebten Millennium-Entwicklungsziels (Millennium Development Goal – MDG) bis 2010 den Verlust der Artenvielfalt zu stoppen, ist gründlich verfehlt. Es gibt zu wenig Geld für alte und neue Schutzgebiete, es mangelt an Personal und Technik zur Überwachung der zu schützenden Räume. Klar, gibt es auch Fortschritte: In Deutschland kehrt der Wolf zurück und löst Ängste unter der Bevölkerung sowie alte Zielkonflikte zwischen Naturschutz und Land- und Forstwirtschaft aus. International werden hie und da neue Schutzgebiete ausgewiesen. Der Großtrend jedoch bleibt: Es fehlt am politischen Willen der Regierungen, dem Natur- und Ökosystemschutz eine politische Priorität vor Infrastrukturprojekten oder der Erschließung von Rohstoffen einzuräumen.





Vgl.: Sian Sullivan (2012): FINANCIALISATION, BIODIVERITY CONSERVATION AND EQUITY:

SOME CURRENTS AND CONCERNS, Environment & Development Series 16, Third World Network, Penang, Malaysia; Antonio Tricarico und Heike Löschmann (2012): FINANZIALISIERUNG – EIN HEBEL ZUR EINHEGUNG DER COMMONS, in: Silke Helfrich und die Heinrich-Böll-Stiftung (Hrsg.), Commons – Für eine neue Politik jenseits von Markt und Staat, Berlin, S. 184 - S. 195;

Altvater, Elmar (2012): ZERSTOBENE VERHEIßUNG: FINANZ- UND NATURKRISEN 20 JAHRE NACH RIO, in: Informationsbrief Weltwirtschaft und Entwicklung, W&E-Hintergrund, Februar 2012.

3 2010 setzten sich die Vertragsstaaten der Biodiversitätskonvention im in Nagoya, Japan (COP10) das Ziel gesetzt, den Verlust der biologischen Vielfalt bis 2020 zu stoppen. Verabschiedet wurde dazu eine „Strategischen Plan“ mit 20 Unterzielen, den sogenannten „AichiZielen“, vgl. http://www.cbd.int/sp/targets/.

Februar 2014, Heinrich-Böll-Stiftung -4Vom Wert der Natur – Sinn und Unsinn einer Neuen Ökonomie der Natur Auch für Deutschland gilt: Naturschutzbehörden leiden an personeller und finanzieller Sklerose. Es fehlt an Personal bis auf die unterste Behördenebene. In einer Stellungnahme des BUND für eine Anhörung des Deutschen Bundestages zum Thema Waldschutz hob der BUND die zentrale Rolle des Waldschutzes für den Biodiversitätsschutz hervor. Notwendig sei ein ausreichender und qualifizierter Personalbestand in den Landesforstverwaltungen;

nur dann könnten Naturschutzaufgaben qualifiziert erfüllt werden. Der teilweise drastische Personalabbau müsse daher gestoppt werden.4 Diese Beispiele sind symptomatisch für den Naturschutz. Das Ausbleiben öffentlicher Gelder für Natur- und Umweltschutz stärkt den Ruf nach neuen ökonomischen Instrumenten, die das Versagen öffentlicher Naturschutz- und Biodiversitätspolitik kompensieren sollen. Folgerichtig soll der Privatsektor die Lücke schließen. Dazu braucht es marktfähige Instrumente und neue Geschäftsmodelle wie Private Public Partnerships, die es attraktiv machen sollen, in den Biodiversitätsschutz zu investieren. So hat der Weltwirtschaftsrat für nachhaltige Entwicklung (World Business Council for Sustainable Development – WBCSD) seinen Mitgliedern eigens ein Handbuch zur unternehmerischen Bewertung von Ökosystemdienstleistungen vorgelegt, das die spezifischen Möglichkeiten aufzeigt, mit Ökosystemdienstleistungen Geld zu verdienen.5 Bei dieser Frustration über multilaterale Prozesse und dem politischen Unwillen nationaler Regierungen ist es kein Wunder, dass auch einige große Umweltverbände sich dieser Argumentation anschließen und das Hohelied der neuen Instrumente für Zahlungen für Ökosystemdienstleistungen singen. Dem klassischen Naturschutz haben große und einflussreiche Naturschutzverbände wie The Nature Conservancy (TNC) oder Conservation International (CI) sogar den Totenschein ausgestellt. Der Chef von TNC, Mark Terecek, macht in seinem Buch „Natures Fortune – How Business and Society Thrive by Investing in Nature“ deutlich: Natur soll zu einem Business Case werden.6 An den neuen Geschäftsmodellen des Investing in Nature beteiligen sich große Umweltund Naturschutzorganisationen gleich selber. Auch deren Kassen wollen gefüllt werden, und so beteiligen sie sich an der Umsetzung von zahlreichen Projekten, deren Finanzierung auf PES oder dem Handel mit Zertifikaten basieren.7 Im November 2013 hat der schottische 4 Stellungnahme des BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (Prof. Dr. Hubert Weiger) für die 61. Sitzung des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zur Öffentlichen Anhörung zum Thema: „Waldstrategie“, 8. Februar 2012.

5 Vgl.: World Business Council for Sustainable Development, www.wbcsd.org. Die deutsche Fassung des Handbuchs wurde herausgegeben von: econsense – Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e. V. (2012): HANDBUCH ZUR UNTERNEHMERISCHEN BEWERTUNG VON ÖKOSYSTEMDIENSTLEISTUNGEN (CEV), Berlin.

Siehe Mark R. Tercek und Jonathan S. Adams (2013): NATURE'S FORTUNE: HOW BUSINESS AND SOCIETY THRIVE BY INVESTING IN NATURE, New York.

7 Jutta Kill hat sich ausführlich mit dem Thema der Bezahlung von Ökosystemdienstleistungen befasst und in einem Artikel mit dem Titel „TRADE IN ECOSYSTEM SERVICES: WHEN ‘PAYMENT Februar 2014, Heinrich-Böll-Stiftung -5Vom Wert der Natur – Sinn und Unsinn einer Neuen Ökonomie der Natur Wildlife Trust in Kooperation mit dem UN-Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), der International Union for Conservation of Nature (IUCN), dem World Business Council for Sustainable Development und der TEEB for Business Coalition zum ersten World Forum on Natural Capital nach Edinburgh eingeladen. Dieses Treffen wurde als die erste globale Konferenz beworben, die sich dem Thema Naturkapital widmet. „Let’s get down to business!“ war der Tenor der Konferenz, die u. a. von der Royal Bank of Scotland, gesponsert wurde.

Coca-Cola, Rio Tinto und KPMG gehörten zu den über 500 Teilnehmenden. Das Forum hat das Ziel „bringing together all sectors of society to present their views, concerns and hopes around the concept of natural capital”, so die IUCN Generaldirektorin Julia Marton-Lefèvre bei der Eröffnung des Weltforums. Sie fügte hinzu, das Forum sei „an opportunity [...] towards a sustainable future economy that values and conserves nature”.8 Damit ist gut umrissen, worüber die aktuelle Debatte und die Kontroverse geht: Sind ökonomische Ansätze im globalen Naturschutz angesichts leerer öffentlichen Kassen sowie politischer Blockaden auf multilateraler Ebene der neue Hoffungsträger und unumgänglich? Statt politics first nun market first im Klima- und Naturschutz?



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